Open Space

Kerngedanke: Offene Räume der Begegnung schaffen Anregungen, um mit Leidenschaft Verantwortung zu übernehmen.

Begründet wurde das Großgruppenverfahren 1985 Open Space von dem Amerikaner Harrison Owen, seit 1996 kommt die Methode auch in Deutschland zum Einsatz.  Ansatzpunkt des Entwicklers ist die Beobachtung, dass herkömmliche Konferenzen häufig  eher von Langeweile und einer Konsumhaltung geprägt sind und Mitarbeiter dagegen in Kaffeepausen  auch zu relevanten Themen lebhafte und engagierte Gespräche führen.Das Verfahren Open Space eignet sich vor allem, um in Organisationen in kurzer Zeit auf kreative Weise zu vielfältigen Lösungsideen auch für konfliktreiche Themen zu kommen. Im europäischen Raum ist Open Space zum Teil ein Synonym für Großgruppenverfahren überhaupt geworden. Weiterführende Informationen über die verschiedenen Verfahren erweitern den Blickwinkel für den individuellen Bedarf. Diese Methode fordert auf recht radikale Weise die Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Teilnehmer heraus. In der Konferenz haben alle Teilnehmer, Mitarbeiter wie Führungskräfte den gleichen Status, was ihre Mitarbeit im Prozess betrifft. Lediglich die Vorstellung der Fokusfrage wird in der Regel vom Veranstalter/Geschäftsführer übernommen.

Dauer und Anzahl der Teilnehmer

An Open Space Veranstaltungen können bis zu 1000 Menschen teilnehmen, die Dauer beträgt 1 bis 3 Tage. Ausgehend von einem Leitthema, werden bei einer Open Space Veranstaltung die Teilnehmer eingeladen, sich in Kreisform über für sie relevante Themen auszutauschen und in Eigeninitiative Workshops zur weiteren Bearbeitung zu initiieren. Die Teilnehmer entscheiden frei, wie und an welcher Stelle sie sich engagieren, es ist möglich, zu rotieren und sich in verschiedenen Arbeitsgruppen einzubringen. Dokumentationen der Gruppenergebnisse werden im Verlauf der Veranstaltung im Plenum vorgestellt und gemeinsam mit der gesamten Gruppe priorisiert.

Der Verlauf eines Tages einer Open Space Veranstaltung:

  1. Zu Beginn der Veranstaltung: Vorstellung der Fokusfrage zum Leitthema durch die Führungskraft.
  2. Erläuterung der Regeln des Verfahrens und Motivation durch den Moderator.
  3. Marktplatz: Die Teilnehmer sammeln Themen und legen die Agenda fest.
  4. Themengeber bieten Workshops an.
  5. An einem Tag wird mit Pausen in 3 Workshopeinheiten gearbeitet.
  6. Die Abendnachrichten beenden den Workshoptag (Protokolle der Arbeitsgruppen).

Am letzten Tag der Veranstaltung:

  1. Dokumentationsmappen für alle Teilnehmer stehen zur Verfügung.
  2. Priorisierung der Ergebnisse in Topthemen.
  3. Es treffen sich Umsetzungsgruppen zu den Topthemen.

 

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