World Cafe`

Die Idee zum World Café stammt von Juanita Brown und David Isaak, seit 1995 wird sie vor allem in den USA als Großgruppenverfahren eingesetzt.WorldCafe1-711862

Förderung von informellen Beziehungen durch zwanglose Gespräche

Die kollektive Intelligenz vieler Personen für  ein komplexes Thema zu nutzen und die Vernetzung von Erkenntnissen und Personen ist Ziel dieses Verfahren. Ein World Café kann besonders bei neuen Themen im Zuge von Veränderungsprozessen breite Diskussionen anregen, zur Meinungsbildung beitragen und innovative Ideen hervorbringen.Nicht geeignet ist das World Café Verfahren, um in großen Gruppen Entscheidungen zu treffen und Maßnahmenpläne aufzustellen. Als Follow-up Veranstaltung empfiehlt sich eine anschließende Bildung von Aktionsgruppen zur weiteren Bearbeitung der Themen.

Dauer und Anzahl der Teilnehmer

Die Teilnehmerzahl einer World Café Veranstaltung kann zwischen 20 und über tausend variieren. Die Dauer kann zwischen 2 Stunden und mehreren Tagen betragen, dieses flexible Verfahren kann auch eingesetzt werden als Element einer umfangreichen Großgruppenmoderation.

Der Ablauf eines World Cafés

Bei einem World Café wird ein einladendes Ambiente wie in einem Straßencafé geschaffen, in dem die Teilnehmer durch zu Beginn gestellte inspirierende Fragen in wechselnden Gruppen von 4 bis 5 Personen an Bistrotischen angeregte Gespräche führen. Die gelungene Gestaltung der Umgebung wird als wichtiges Instrument gesehen, um eine positive Stimmung und gute Kommunikation zu fördern. Die Tische sind mit Papiertischdecken ausgestattet, die mit Skizzen und Notizen versehen werden können. Ziel ist es, die informelle Kommunikation intensiv anzuregen und mit Fokus auf für das Unternehmen relevante Fragen das kollektive Bewusstsein zu erweitern. Die Teilnehmer wechseln in mehreren Runden von einem Tisch zum nächsten, ein Teilnehmer bleibt jeweils an seinem Tisch, um spontan die Gastgeberolle für die nächste Gruppe zu übernehmen. Seine Aufgabe ist die bisherigen Erkenntnisse der neuen Runde mitzuteilen, damit Verknüpfungen entstehen können. So erleben die Teilnehmer durch die Gespräche, dass ihr Blick auf die Fragestellung durch immer mehr Perspektiven sukzessiv angereichert wird. Nach 2 bis 3 Caférunden werden Stimmen aus den Gesprächsgruppen ins Plenum gebracht oder wichtige Aspekte werden für alle sichtbar notiert.

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