Zukunftswerkstatt

Die Großgruppenmethode  Zukunftskonferenz („future search“) wurde 1982 von Marvin Weißbord und Sandra Janoff in den USA entwickelt. Eine Basis bilden Ergebnisse der Gruppenforschung und der demokratische Gedanke, alle Beteiligten eines Systems gleichberechtigt an der Gestaltung zu beteiligen. Zukunftskonferenzen werden häufig eingesetzt, um mit Vertretern von großen Systemen wie einer Stadt auf kreative Weise innovative Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Dauer und Anzahl der Teilnehmer

Eine Zukunftskonferenz dauert 1 bis 3 Tage und es werden 60 bis 80 Personen beteiligt (ideal sind 64 Personen).  Die Teilnehmer entwickeln ein Verständnis der gemeinsamen Vergangenheit und eine Erkenntnis der gegenwärtigen Situation bis zur kreativen Entwicklung von neuen Optionen in der Zukunft. Die Struktur der Zukunftskonferenz fordert im hohen Maße die Eigeninitiative der Teilnehmer heraus und ihre Fähigkeit, sich mit Komplexität auseinander zu setzen.

Die Methodik der Zukunftskonferenz stellt die Interaktion der Teilnehmer  untereinander in den Mittelpunkt. Eine straffe zeitliche Taktung sieht vor, dass die heterogenen Gruppen und Herkunftsgruppen abwechselnd in Dialog treten und kreative Aufgaben in Eigenregie bewältigen.

Der Ablauf einer Zukunftskonferenz gliedert sich in 7 Phasen:

  1. Einführung, Vorstellung des Ablaufes durch die Moderatoren
  2. Rückblick in die Vergangenheit in Einzelarbeit und heterogenen Gruppen
  3. Die Gegenwart in Herkunftsgruppen betrachten
  4. Entwurf der Zukunft in heterogenen Gruppen/kreative Präsentationen
  5. Gemeinsamkeiten herausarbeiten
  6. Maßnahmenplanung und Gründung von Umsetzungsgruppen
  7. Reflexion und Schlussworte des Auftraggeber